Windpark
Graburg

Wald-Windpark bringt grüne Energie aus der Region und finanzielle Vorteile für die Menschen vor Ort

Gesamtkapazität
0 MW
Anlagen
0
versorgte Haushalte
0

Der in Planung befindliche Wald-Windpark Graburg liegt im nordhessischen Landkreis Werra-Meißner. Auf dem Gebiet der Gemeinde Ringgau sollen nördlich des Ortes Netra, westlich des Ortes Rambach, südwestlich des Ortes Weißenborn und nordöstlich des Ortes Röhrda vier Windenergieanlagen des Typs Nordex N163 entstehen. Mit einer Gesamtkapazität von 22,8 Megawatt können sie nach Inbetriebnahme rund 15.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.

Stand des Projekts
Genehmigung erteilt

Der neue Windpark wird auf dem Bergstock Graburg auf Forstflächen innerhalb des Windvorranggebietes ESW 35 des Regionalplans Nordhessen errichtet. Die Entfernung zur Wohnbebauung beträgt mindestens 1.000 Meter, eine Anlage ist in der äußersten Schutzzone des Wasserschutzgebietes Trinkwasserbrunnen Netra geplant.

Daten und Fakten des Windparks Graburg

Lage des geplanten Wald-Windpark Graburg nördlich des Ortsteils Netra.

Fachthemen im Projekt Graburg im Detail

Bürgerbeteiligung

Ziel ist es, die Menschen in der Region möglichst stark an der Wertschöpfung des Onshore-Windpark Graburg zu beteiligen. Im weiteren Projektverlauf werden dafür verschiedene Beteiligungsmodelle geprüft, durch die Bürger*innen finanziell von der lokalen Stromerzeugung profitieren können. Denkbar sind etwa Nachrangdarlehen oder eine Beteiligung am Windpark über eine Energiegenossenschaft.

Kommunalbonus

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Kommunen im Umkreis von 2.500 Metern um die Anlagen 0,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Beim Windpark Graburg betrifft dies anteilig die Gemeinden Ringgau und Weißenborn. Die Mittel können von den Kommunen frei für lokale Investitionen eingesetzt werden.

Darüber hinaus profitiert die Standortgemeinde Ringgau von Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark. Laut gesetzlicher Regelung fließen mindestens 90 Prozent dieser Einnahmen an die Standortgemeinde und können beispielsweise in die regionale Infrastruktur investiert werden.

Wind im Wald

Bei der Planung des Windparks achten wir darauf, Eingriffe in Natur und Wald möglichst gering zu halten und gleichzeitig den klimaresistenten Waldumbau zu unterstützen. Die Standorte wurden gemeinsam mit dem Flächeneigentümer Hessen Forst abgestimmt und entlang bestehender Wege gewählt. Pro Windenergieanlage wird dauerhaft nur eine Fläche von rund 4.500 m2 benötigt, etwas mehr als ein halbes Fußballfeld. Vorrangig werden Waldbereiche genutzt, die bereits durch Hitze oder Borkenkäfer geschädigt sind. Arbeits- und Lagerflächen, die unsere Teams nur temporär benötigen,  werden nach der Bauzeit mit klimaresistentem Mischwald wieder aufgeforstet.

Artenschutz

Die Auswirkungen auf Vogel- und Fledermausarten wurden umfassend untersucht. Grundlage sind Kartierungen nach der Hessischen Verwaltungsvorschrift 2020 sowie eine Natura-2000-Verträglichkeitsprüfung. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Umsetzung geeigneter Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen keine erheblichen Beeinträchtigungen von Natur und Tier zu erwarten sind.

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