Solarpark
Schenkendöbern
Perigus Energy plant nahe der brandenburgischen Gemeinde Schenkendöbern die Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage. Der Solarpark wird auf zwei separaten Flächen am westlichen Ortsausgang von Schenkendöbern entstehen. Der südliche Teil befindet sich entlang der Vorwerkstrasse, der nördliche Teil liegt entlang des Weges Am Bloming.
Mit einer geplanten Leistung von 12,5 Megawatt Peak (MWp) wird die Anlage umgerechnet rund 4.400 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen und künftig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Landkreis Spree-Neiße leisten.
Ein wichtiger Projektmeilenstein wurde im August 2026 erreicht: Mit dem Satzungsbeschluss der Gemeinde Schenkendöbern sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Nun laufen die weiteren Vorbereitungen für die Umsetzung des Projekts. Der Baustart ist derzeit für den Sommer 2027 vorgesehen.
Projektmeilensteine auf einen Blick
- März 2024:
Aufstellungsbeschluss von der Gemeinde gefasst - August 2026:
Satzungsbeschluss erteilt
Lage des geplanten Solarparks
Das Projekt im Detail
Einnahmen für den kommunalen Haushalt
Die Gemeinde Schenkendöbern profitiert auf finanzieller Ebene gleich auf mehreren Wegen von der lokalen Stromerzeugung. Über die brandenburgische Sonderabgabe fließen jährlich rund 25.000 Euro in den Gemeindehaushalt. Zusätzlich erhält die Kommune den sogenannten Kommunalbonus gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Für jede erzeugte und ins öffentliche Netz eingespeiste Kilowattstunde werden 0,2 Cent an die Standortgemeinde gezahlt. Bei einer erwarteten Jahresstromproduktion von rund 13,2 Millionen Kilowattstunden ergeben sich daraus weitere 26.400 Euro pro Jahr für die Gemeinde.
Insgesamt entstehen so dauerhafte zusätzliche Einnahmen, die Schenkendöbern für wichtige Investitionen in die kommunale Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen oder andere Projekte vor Ort nutzen kann.
Kurze Wege für die Einspeisung des erzeugten Solarstroms
Der neue Solarpark kann an das rund drei Kilometer entfernte und derzeit in Bau befindliche Umspannwerk im Schenkendöbener Ortsteil Grano angeschlossen werden. Die kurze Entfernung zum Netzverknüpfungspunkt schafft beste Voraussetzungen für eine effiziente Einspeisung des erzeugten Solarstroms in das öffentliche Stromnetz.
Ökologische Aufwertung und Einbindung in das Landschaftsbild
Bei der Planung des Solarparks Schenkendöbern standen Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz von Beginn an im Fokus. Vorgesehen sind unter anderem umfangreiche Heckenpflanzungen rund um die Anlage, die sowohl zur ökologischen Aufwertung als auch zur besseren Einbindung in das Landschaftsbild beitragen.
Zusätzlich sind naturschutzfachliche Maßnahmen innerhalb des Projektgebiets geplant. Dazu zählt die Einrichtung von extensiven Grünlandflächen sowie eine Ackerbrache als Lebensraum für die Feldlerche. Auf diese Weise soll die Anlage nicht nur klimafreundlichen Strom erzeugen, sondern auch zur Förderung der Artenvielfalt vor Ort beitragen.
Daten und Fakten des Solarparks Schenkendöbern
- Kapazität: 12.5 MWp
- Fläche: 13,3 Hektar
- Solarmodule: 19.600
- Jahresertrag: 13,2 Millionen kWh
- CO2-Einsparung: 7.700t / Jahr
- Versorgte Haushalte: 4.400
- Vorraussichtlicher Baustart: Sommer 2027
- Vorraussichtliche Inbetriebnahme: Herbst/Winter 2027